Good Practice-Beispiel: Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen
Dieses Beispiel gehört zur Sammlung der Good Practice zur nachhaltigen Beschaffung. In den Beispielen werden Beschaffungsprojekte, die einen Bezug zum Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung vorweisen, vorgestellt. Bei Fragen zu den Projekten kontaktieren Sie bitte die angegebene Ansprechperson. Sie haben auch ein Good Practice der nachhaltigen Beschaffung? Dann melden Sie sich bitte unter office@nabe.gv.at.
Bitte stellen Sie Ihr Projekt kurz vor.
LFS Hohenlehen – Schule für die …
… Zukunft
Wir bieten den künftigen Hofübernehmern eine land- und forstwirtschaftliche Grund- und Spezialausbildung sowie eine praxisorientierte Berufsvorbereitung im handwerklichen Bereich.
Wir sind wegweisend im Umgang mit unserer Natur und ihren Geschöpfen!
… Gemeinschaft
unser Ziel ist es, im Zusammenleben in Schule und Internat menschliche Werte und Grundlagen eines partnerschaftlichen Zusammenlebens erlebbar zu machen!
… Region
Die Bergbauernschule Hohenlehen ist eine Bildungsstätte im ländlichen Raum, mit den Ausbildungsschwerpunkten:
- Biologische Grünlandwirtschaft mit Rinder-, Schweine- und Schafhaltung
- Waldbewirtschaftung & Holzbearbeitung
- Fleischverarbeitung
- Almwirtschaft & Jagd
Im Schuljahr 2024/2025 betreuen wir insgesamt 190 Schüler und Schülerinnen im Internatsbetrieb mit Vollverpflegung. Unser engagiertes Team besteht aus 50 Lehrerinnen und Lehrern sowie weiteren Mitarbeitenden. In unserer Mensa werden täglich rund 230 Mittagessen ausgegeben.
Was ist der Bezug zur nachhaltigen Lebensmittelbeschaffung bzw. zu den naBe-Kriterien und wie setzen Sie diese um?
Für uns Hohenlehner und speziell für mich als Küchenleiter ist die Lebensmittelbeschaffung nach naBe Kriterien oberstes Gebot, und ein Großteil erklärt sich durch unsere schuleigene Bio-Landwirtschaft von selbst. Lebensmittel in Top-Qualität direkt aus nächster Umgebung zu beschaffen wird heutzutage immer einfacher. Durch ein solides Lieferantennetzwerk kann eine dauerhafte Versorgung geschaffen werden. Als landwirtschaftliche Fachschule ist es für uns besonders wichtig, gut mit unseren regionalen Lebensmittelproduzenten vernetzt zu sein. Die laufende Kommunikation und Zusammenarbeit mit Betrieben aus der Umgebung, unseren Schülerinnen und Schülern, Absolventinnen und Absolventen und auch deren Kindern (und damit vielleicht zukünftigen Schülerinnen und Schülern) ist für uns essenziell. In einer Region, in der die Landwirtschaft gut verankert ist, ist auch alles rundherum gut gesichert. Regionale Lebensmittel veranlassen alle Beteiligten, sich mit ihrer Umgebung zu identifizieren. Ein echtes Hohenlehner Mostbratl erklärt von selbst, wo es am besten zu genießen ist.
„Für mich selbst hat das Thema Nachhaltigkeit schon lange eine sehr große Bedeutung. Meine Zeit als Koch in Ischgl/Paznaun hat mir schon damals gezeigt, dass man mit Regionalität nichts falsch machen kann!“ (Martin Haslinger)
Welche Ziele und welcher Mehrwert konnten dadurch erreicht werden?
- Fleisch und Fisch aus eigener Bio Landwirtschaft (Schulbetrieb) 95 % des Jahresverbrauches (ca. 140 kg Wochenverbrauch) kann gedeckt werden, zugekauft wird nur Putenfleisch. (Fa. Wech/Sonnenpute)
- BIO Rohmilch für die Betriebsküche aus eigener Wirtschaft (ca. 150 l – 190 l Wochenverbrauch)
- BIO Joghurt wird selbst in der Betriebsküche erzeugt (ca. 30 l pro Woche)
- Wurstwaren werden direkt am Gelände von der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft Oberes Ybbstal für uns erzeugt. (ca. 150 m von der Betriebsküche entfernt)
- Apfelsaft aus Eigenproduktion wird unseren Schülern täglich zu allen Mahlzeiten angeboten und sehr gerne konsumiert.
- Obst und Gemüse wird größtenteils regional bezogen (Sturl Obst und „Ja zu Nah“)
- Eier werden ausschließlich aus der Region bezogen (30 % Bio Freiland Eier, 70 % Eier aus Bodenhaltung)
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Kontaktdaten
Martin Haslinger
martin.haslinger@hohenlehen.at
Küchenleiter
Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen
Garnberg 8, 3343 Hollenstein an der Ybbs